Organisation im freien Fall oder warum das mit der Vereinbarkeit mal wieder nicht so klappt 1


Wenn es auf dem Blog ruhig ist, wird im Hintergrund fleissig gewerkelt? Ähm, ja, bedingt. Also meistens. Oder zumindest manchmal. Manchmal gibt es aber auch einfach (zumindest wenn der/die BloggerIn Familie hat) Probleme mit der #Vereinbarkeit.

Das Modell

Hier ist es normalerweise so, daß der beste Mann von allen die „1. Schicht“ (Kinder wecken und dafür sorgen, daß sie sich fertig machen, Schnittchen schmieren usw.) übernimmt. Währenddessen kann ich in aller Ruhe (mit dem ersten Kaffee in der Hand) meine Mails und den Kalender checken und die Tagesplanung machen, bevor ich dann (wenn der Mann mit dem Großen gegen 7:15 Uhr das Haus verlässt) die beiden Mädels übernehme und dafür sorge, daß auch sie sich spätestens um 8:30 Uhr, je nach Schulbeginn, auf den Weg machen. Dann beginnt (mit dem zweiten Kaffee in der Hand) mein Arbeits(vormit)tag mit mittlerweile festem „Stundenplan“ für die einzelnen Arbeitsbereiche (aber ich schweife ab 😉 , das ist ein Thema für einen eigenen Post). Da nur der Große auf eine Ganztagsschule geht, verplane ich die Nachmittage nicht fest, sondern entscheide spontan, ob ich, wenn die Kinder beschäftigt sind, ein bißchen arbeiten kann oder das auf den Abend verschiebe, wenn der Mann zuhause ist und übernehmen kann.
Also normalerweise. Im Idealfall quasi. Solange keineR krank wird oder Ferien sind, funktioniert dieses System bei uns eigentlich ganz gut.

Status quo

Arbeitstisch Chaos

Nun ist es aber so, daß der Mann in einer Firma arbeitet, die Brand- und Wasserschadensanierung macht. Deutschlandweit. Ihr habt die Unwetterwarnungen der letzten vierzehn Tage verfolgt? Ihr ahnt was? Genau. Seit knapp zwei Wochen verlässt er morgens um kurz nach sechs das Haus und kommt meist erst abends zwischen acht und neun wieder heim. Das bedeutet für mich ganz konkret, daß ich nicht nur meine „Planungsstunde“ morgens nicht machen kann, sondern auch die Dinge, die er morgens sonst übernimmt, mit erledigen muß. Das sind jeden Tag immerhin rund zwei Stunden (knapp die Hälfte eines durchschnittlichen Arbeitsvormittags), die mir fehlen.

Und da in solchen Situationen ja der liebe Murphy immer unser Gast ist, sind seit Mittwoch zwei von drei Kindern krank zuhause, das dritte Kind hat wegen des jährlichen Lehrerausflugs heute nur zwei Stunden Unterricht, der Programmierer der Buchhaltungssoftware des Vereins war wohl im Delirium, als er entschied, bei jedem Programm-Update sämtliche Formularvorlagen wieder mit dem Blanko überschreiben zu lassen, der Laptop hat entschieden, seinen Prozessor langsam aber sicher dem Hitzetod zuzuführen (nach höchstens einer halben Stunde Bildbearbeitung braucht er eine Pause zum Abkühlen) und es stehen Abgabetermine für Unterlagen zur Ministeriumsförderung an.

Strategie

Und nu? Einatmen. Ausatmen. Mantra aufsagen,

Fast perfekt ist gut genug!

Perfektionismus über Bord werfen, Prioritäten setzen, das Wichtigste/Dringendste abarbeiten und wenn dann noch was geht, dann ist es gut. Wenn nicht, dann eben nicht.

Während ich diesen Post geschrieben habe, ist übrigens zwischendurch auch noch eben die Tierärztin gekommen, um den Impfstatus des Hundes für den bevorstehenden Frankreichurlaub zu checken.

Und weil es gerade so schön passt, wandert dieser Post jetzt zu Sabrina und Uta vom Vereinbarkeitsblog und ihren #Vereinbarkeitsgeschichten.

 


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