Elternschule – Ran an die Verantwortlichen – ein Appell 7


UPDATE 19.10.2018:

Mittlerweile habe ich Rückmeldung aus meinem Netzwerk (ich selbst habe bis heute keine Antwort bekommen), daß der MDK erklärt hat, er wäre nicht zuständig. Warum er das meiner Meinung nach doch ist, wer sonst noch Ansprechpartner für Kritik ist (inkl. Kontaktlinks und Links zu Leitlinien), sowie Erfahrungsberichte und Stellungnahmen findest Du gesammelt in dieser Datei:

 

Elternschule Argumentationshilfe

 

Für diejenigen, die auf Facebook aktiv sind, werde ich die Datei auch noch auf meiner Seite zur Verfügung stellen.

Und eine Bitte noch: So schwer es auch fällt! Bleibt sachlich und übt konstruktive Kritik!

 

Seit Tagen geistert er durch meine Timeline, dieser Film: „Elternschule“

Stellungnahmen zu den dort gezeigten „Behandlungsmethoden“ gibt es mittlerweile en masse (Links am Ende des Beitrags). Ich habe mich bisher aus der Diskussion herausgehalten, weil jeder geteilte Beitrag zum Film diesem noch mehr Aufmerksamkeit verschafft (deshalb auch an dieser Stelle kein Link zum Film). Außerdem bin ich generell eher pragmatisch und praktisch veranlagt und die Erfahrung lehrt mich, daß die Verantwortlichen normalerweise wenig Social Media affin sind oder, wenn doch, nicht in den entsprechenden Kreisen verkehren.

Deshalb heute mein Appell:

Nur die (weitere) Ausstrahlung des Films verhindern zu wollen, wie es eine Online-Petition fordert, ist meiner Meinung nach allein nicht ausreichend. Wendet euch bitte direkt an die zuständigen Stellen: Fragt bei eurer Krankenkasse nach den medizinischen Grundlagen für solche Behandlungen wenn ihr selbst betroffen seid, wendet euch (auch als Nicht-Betroffene!) an den medizinischen Dienst, denn dessen Aufgabe ist unter anderem „von Leistungsanbietern unabhängige und neutrale Beratung und Begutachtung vorzunehmen“ (https://www.mdk-wl.de/mdk/ueber-uns/), oder direkt an das zuständige Gesundheitsministerium NRW (https://www.mags.nrw/rechtsaufsichten-gesundheit).

Ich habe heute folgenden Text über das Kontaktformular an den zuständigen medizinischen Dienst geschickt:

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit Tagen lese ich in den Medien Berichte über den Film „Elternschule“, der die Behandlungsmethoden der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen zum Inhalt hat.
Schlimm genug, daß in der öffentlichen Berichterstattung die Behandlung kranker Kinder als „So geht Erziehung“ betitelt wird, häufen sich jetzt die Stimmen von Ärzten, Pädagogen und Organisationen, daß die dort gezeigten und praktizierten Methoden weder auf dem neuesten Stand der Forschung noch evidenzbasiert sind, sondern im Gegenteil sogar schädlich für die behandelten Kinder (einige Stellungnahmen sind am Schluß der Mail verlinkt).
Da Sie als medizinischer Dienst für die Qualitätssicherung und -überprüfung der o.g. Klinik zuständig sind, bitte ich um Prüfung der dort angewandten Praktiken und Stellungnahme.
Mit freundlichen Grüßen

 

Der Text darf gerne kopiert und verwendet werden.

 

Eine Sammlung von Links, die ihr anhängen könntet:

Noch mehr Links hat Luma Ri auf Facebook zusammengetragen: hier


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7 Gedanken zu “Elternschule – Ran an die Verantwortlichen – ein Appell

  • andrea weu

    Liebe Josali,
    hab vielen Dank. Das fühlt sich klar an und gibt mir ein Gefühl etwas Tun zu können.
    Ich habe die Anfrage beim Medizinischen Dienst ebenfalls gestellt und deinen Link geteilt.
    Herzliche Grüße
    andrea

  • Amselie

    Halli hallo,
    Fand es total super und habe gleich die Nachricht an den MDK gesendet.. leider habe ich nur diese Antwort bekommen:
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    vielen Dank für Ihre Mailanfrage vom 18.10.2018.

    Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) ist der medizinische Begutachtungs- und Beratungsdienst im Auftrag der gesetzlichen Krankenversicherung.
    Gemäß des gesetzlichen Auftrags kann der MDK nur von den gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen und nicht von Dritten beauftragt werden.

    Wir bedauern, Ihnen keine andere Antwort geben zu können.

    Finde es total zermürbend, dass man nicht mehr dagegen tun kann. -.-

  • andrea weu

    Ich habe eine Antwort vom MDK bekommen. Hier nachfolgend:
    Sehr geehrte Frau Weu,
    vielen Dank für Ihre Mailanfrage vom 17.10.2018.

    Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) ist der medizinische Begutachtungs- und Beratungsdienst im Auftrag der gesetzlichen Krankenversicherung.
    Gemäß des gesetzlichen Auftrags kann der MDK nur von den gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen und nicht von Dritten beauftragt werden.

    Wir bedauern, Ihnen keine andere Antwort geben zu können.

    Mit freundlichen Grüßen

  • Julia Haydn

    Niemand hat das Recht aus Bequemlichkeit und mangelnder Reflexion einem anderen Menschen langfristig das Leben zu versauen und genau das ist es was hier passiert.